Selbst verkaufen vs. Makler beauftragen: Kosten-Nutzen-Rechner für Immobilien in Deutschland

Selbst verkaufen vs. Makler beauftragen: Kosten-Nutzen-Rechner für Immobilien in Deutschland

Stell dir vor, du willst deine Wohnung oder dein Haus verkaufen. Du hast zwei Wege: Du machst alles selbst - oder du gibst das Ganze an einen Makler ab. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Aber was lohnt sich wirklich? Und wie viel Geld sparst du wirklich, wenn du den Makler weglässt? Hier ist kein theoretisches Gedankenspiel. Hier ist der klare, reale Vergleich - mit Zahlen, die du nachrechnen kannst.

Wie viel kostet ein Makler wirklich?

Kostenvergleich: Selbstverkauf vs. Makler bei einer Immobilie zu 300.000 Euro
Kostenposten Maklerverkauf Selbstverkauf
Maklerprovision (Verkäuferanteil) 5.370 € (3,57 %) 0 €
Grunderwerbsteuer (6 %) 18.000 € 18.000 €
Notar- und Grundbuchkosten (1,5 %) 4.500 € 4.500 €
Professionelle Fotos & 3D-Tour 0 € (meist inklusive) 500 €
Anzeigenkosten (ImmobilienScout24) 0 € 300 €
Gutachterkosten 0 € 500 €
Rechtsberatung 0 € (Makler übernimmt) 400 €
Gesamtkosten 28.870 € 23.700 €

Das ist der Kern: Bei einem Verkauf von 300.000 Euro sparst du mit Selbstverkauf rund 5.170 Euro. Klingt gut, oder? Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Denn diese Zahlen setzen voraus, dass du die Immobilie innerhalb von drei Monaten verkaufst. Wenn es länger dauert, wird’s teuer.

Zeit ist Geld - und zwar richtig Geld

Ein Makler verkauft im Durchschnitt 23 Tage schneller als ein Privatverkäufer. Das klingt nicht nach viel - aber bei einer 300.000 Euro Immobilie bedeutet das: Jeder Monat, den deine Wohnung leer steht, kostet dich ungefähr 800 bis 1.200 Euro an verpasster Miete. Wenn du sechs Monate brauchst, statt drei, dann sind das 2.400 bis 3.600 Euro, die du nicht mehr hast. Und das ist kein theoretisches Szenario. Laut der Deutschen Bank Research brauchen Selbstverkäufer im Schnitt 6,8 Monate. Makler schaffen es in 4,2 Monaten.

Das bedeutet: Selbst wenn du 5.000 Euro Provision sparst, kann dir die längere Verkaufszeit 3.000 Euro davon wieder abknabbern. Und das, ohne dass du den Verkaufspreis erhöht hast.

Verkaufspreis: Wer zahlt mehr?

Ein Mythos hält sich hartnäckig: Makler erzielen höhere Preise. Stimmt - aber nur ein bisschen. Eine Studie des ifo Instituts zeigt: Bei Einfamilienhäusern im ländlichen Raum verkaufen Makler im Durchschnitt 2,1 % über dem Marktwert. Das sind bei 300.000 Euro 6.300 Euro mehr. Klingt nach einem riesigen Vorteil - bis du rechnest: Die Maklerprovision liegt bei 5.370 Euro. Du hast also nur 930 Euro mehr im Portemonnaie - nach Abzug der Provision.

Bei Eigentumswohnungen in Großstädten ist der Unterschied noch kleiner: Makler erzielen 0,8 % über Marktwert, Selbstverkäufer 1,3 % darunter. Das sind bei 300.000 Euro nur 5.700 Euro Unterschied - und die Provision ist immer noch da. In der Praxis: Bei einer 300.000 Euro Wohnung in Wien oder München ist der Preisunterschied oft nur 2.000 bis 4.000 Euro. Nicht genug, um die Provision zu rechtfertigen - wenn du dich gut vorbereitest.

Vergleich: Privatverkäufer organisiert Verkauf zu Hause vs. Makler übergibt Schlüssel an Käufer.

Was du selbst können musst

Wenn du selbst verkaufst, bist du nicht nur Verkäufer - du bist auch Marketing-Abteilung, Rechtsanwalt, Terminplaner und Verhandlungsführer. Du musst:

  • Den Marktwert richtig einschätzen - mit mindestens drei realen Vergleichsobjekten aus deiner Straße oder Nachbarschaft.
  • Eine professionelle Fotografie und einen 3D-Rundgang organisieren - sonst bleiben Interessenten weg.
  • Eine Anzeige schreiben, die nicht klingt wie ein Werbeplakat, sondern wie eine echte, vertrauenswürdige Beschreibung.
  • Alle Besichtigungen organisieren - an Wochenenden, abends, bei Regen und Schnee.
  • Die Kaufvertragsformulierung fehlerfrei machen - sonst drohen Schadensersatzansprüche.

Ein Fall vom Finanzgericht Münster (2022) zeigt, wie teuer Fehler werden können: Ein Privatverkäufer hat den Kaufvertrag falsch formuliert - und musste 12.000 Euro Schadensersatz zahlen. Ein Makler hätte das nicht zugelassen. Denn er ist verpflichtet, eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit mindestens 1 Million Euro Deckungssumme zu haben. Du als Privatperson? Nichts.

Steuerliche Vorteile - der große Trumpf

Wenn du deine Immobilie selbst bewohnst, hast du einen unsichtbaren Vorteil, den viele Makler nicht mal erwähnen: Die 2-Silvester-Regel. Wenn du deine Wohnung oder dein Haus in den drei Jahren vor dem Verkauf selbst genutzt hast - also im Verkaufsjahr und in den beiden davor -, dann zahlst du keine Kapitalertragsteuer. Das gilt auch, wenn du sie nur 6 Monate pro Jahr bewohnt hast. Das ist kein Steuertrick. Das ist Gesetz.

Ein Makler kann dir das nicht mehr geben. Er kann dir nur sagen: „Verkaufen Sie jetzt, sonst zahlen Sie Steuern.“ Aber er kann dir nicht sagen: „Warten Sie noch 6 Monate - dann ist die Steuerfreiheit gesichert.“ Das musst du selbst wissen. Und das ist ein echter Mehrwert des Selbstverkaufs - wenn du die Regeln kennst.

Wann lohnt sich der Makler wirklich?

Es gibt Situationen, da ist der Makler nicht nur sinnvoll - er ist die einzige vernünftige Wahl:

  • Du vermietest die Immobilie und willst sie verkaufen - dann ist der Mieter ein Faktor, den du nicht allein beherrscht.
  • Du hast mehrere Erben - und die Zustimmung aller ist nötig. Ein Makler versteht, wie man das rechtlich sicher abwickelt.
  • Du bist im Ausland - und kannst nicht vor Ort Besichtigungen leiten.
  • Du hast keine Zeit - und willst nicht 200 Stunden in den Verkauf investieren.
  • Du bist unsicher bei Vertragsformulierungen - und willst keine Haftung tragen.

Und: Wenn du eine Luxusimmobilie hast - sagen wir 1,2 Millionen Euro - dann kann ein Makler mit internationalem Netzwerk wirklich mehr bringen. Aber das ist die Ausnahme. Für 90 Prozent der Immobilien in Deutschland - also Wohnungen unter 500.000 Euro - ist der Makler kein Muss.

Waage mit Maklerkosten auf einer Seite und Zeit & Aufwand auf der anderen Seite, symbolisch dargestellt.

Die digitale Wende: Selbstverkauf wird einfacher

Seit 2023 gibt es neue Tools, die den Selbstverkauf einfacher machen. Plattformen wie Homeday oder Immowelt bieten jetzt Pakete für 199 Euro: Professionelle Fotos, 3D-Tour, Anzeige auf allen Portalen, sogar eine digitale Verhandlungsunterstützung. Das ist kein Makler - aber es ist fast so gut. Und du zahlst nur ein Viertel der früheren Provision.

Und: Seit Juni 2023 gilt die neue Grunderwerbsteuerrichtlinie - du musst deine Immobilie nicht mehr drei Jahre halten, um steuerfrei zu verkaufen. Das macht den Selbstverkauf noch attraktiver.

Aber Achtung: Ab 2025 kommt das Wohnraumschutzgesetz. Dann musst du einen Energieausweis und einen Zustandsbericht vorlegen - und das nicht nur für den Makler, sondern auch für dich als Privatverkäufer. Das wird die Hürde erhöhen. Aber nicht unmöglich machen.

Was sagen die Leute, die es probiert haben?

Ein Nutzer auf Reddit hat seine 120 m² Wohnung in Köln selbst verkauft - nach vier Monaten, für 385.000 Euro. Der Makler hatte 370.000 Euro angeboten. Aber er hat 200 Arbeitsstunden investiert. Das ist wie ein Nebenjob.

Ein anderer Verkäufer hat drei Kaufverträge abgebrochen - weil er nicht wusste, wie man die Finanzierungsbestätigung richtig prüft. Am Ende hat er einen Makler beauftragt - und 8.000 Euro Provision gezahlt. Er sagt: „Ich hätte lieber die Zeit gespart.“

Die Verbraucherzentrale hat 1.200 Selbstverkäufer befragt. 67 Prozent waren mit dem Ergebnis zufrieden. Aber 82 Prozent sagten: „Ich hatte keine Ahnung, wie viel Zeit das braucht.“

Deine Entscheidung - mit Zahlen

Frage dich:

  1. Wie viel Zeit hast du? Mindestens 15 Stunden pro Woche für 4-6 Monate? Wenn nein - nimm einen Makler.
  2. Wie hoch ist der Wert deiner Immobilie? Unter 300.000 Euro? Dann lohnt sich Selbstverkauf. Über 600.000 Euro? Dann ist ein Makler mit internationalem Netzwerk sinnvoll.
  3. Hast du schon Erfahrung mit Kaufverträgen, Rechtsfragen, Steuern? Wenn nein - hol dir eine Rechtsberatung für 300 Euro. Das ist günstiger als ein Fehler.
  4. Wohnst du noch in der Immobilie? Wenn ja - nutze die 2-Silvester-Regel. Das ist dein größter Vorteil.
  5. Willst du schnell verkaufen? Dann nimm den Makler. Willst du den besten Preis? Dann verkaufe selbst - aber bereite dich richtig vor.

Der Markt verändert sich. 38 Prozent der Immobilien wurden 2023 ohne Makler verkauft - das ist ein Anstieg von 12 Prozentpunkten seit 2020. Die Zahl wird bis 2026 auf 45 Prozent steigen. Es ist kein Trend mehr. Es ist die neue Normalität.

Der Makler ist nicht der Feind. Er ist ein Werkzeug. Und wie jedes Werkzeug - manchmal brauchst du ihn. Manchmal nicht. Aber du solltest wissen, wann du ihn brauchst - und wann du ihn dir sparen kannst.

Kann ich wirklich ohne Makler eine Immobilie verkaufen?

Ja, das ist legal und möglich. Mehr als ein Drittel aller Immobilienverkäufe in Deutschland erfolgen bereits ohne Makler. Du musst nur alle Schritte selbst übernehmen: Vermarktung, Besichtigungen, Verhandlungen, Vertragsaufsetzung und die Abstimmung mit dem Notar. Mit den richtigen Tools und genug Zeit funktioniert es.

Wie viel kostet ein Makler wirklich für eine 300.000 Euro Immobilie?

Die Maklerprovision liegt heute im Durchschnitt bei 3,57 % für den Verkäufer - das sind 10.710 Euro bei 300.000 Euro Kaufpreis. Aber seit 2021 muss die Provision zwischen Käufer und Verkäufer geteilt werden. Das bedeutet: Du als Verkäufer zahlst nur noch etwa 5.370 Euro. Dazu kommen Grunderwerbsteuer und Notarkosten - die fallen aber unabhängig vom Makler an.

Wann lohnt sich der Selbstverkauf nicht?

Nicht lohnenswert ist der Selbstverkauf, wenn du wenig Zeit hast, keine Erfahrung mit Rechts- und Steuerfragen hast, die Immobilie vermietet ist, oder wenn mehrere Erben beteiligt sind. Auch wenn du im Ausland lebst oder die Immobilie in einem sehr speziellen Marktsegment liegt (z. B. Denkmalschutzobjekt), ist ein Makler die sicherere Wahl.

Was kostet eine professionelle Fotografie und 3D-Tour?

Professionelle Fotos kosten zwischen 200 und 500 Euro, eine 3D-Tour zwischen 150 und 400 Euro. Viele Online-Plattformen wie Homeday oder Immowelt bieten Pakete ab 199 Euro an, die alles enthalten - inklusive Anzeige auf ImmobilienScout24 und anderen Portalen. Das ist günstiger als die Provision eines traditionellen Maklers.

Wie kann ich den Marktwert meiner Immobilie richtig bestimmen?

Verwende mindestens drei aktuelle Vergleichsobjekte aus deiner Straße oder Nachbarschaft. Schaue auf ImmobilienScout24, Immowelt oder das Portal des örtlichen Gutachterausschusses. Achte auf Größe, Zustand, Ausstattung und Lage. Ein Gutachter kostet 300-800 Euro - lohnenswert, wenn du unsicher bist. Aber oft reicht eine gründliche Recherche.

Was passiert, wenn ich einen Kaufvertrag falsch mache?

Du kannst haftbar gemacht werden. Im Fall Münster (2022) musste ein Privatverkäufer 12.000 Euro Schadensersatz zahlen, weil er die Eigentumsvorbehaltklausel falsch formuliert hatte. Makler haften mit einer Versicherung von mindestens 1 Million Euro. Als Privatperson hast du keine solche Absicherung. Deshalb: Lass den Vertrag von einem Anwalt prüfen - für 300 Euro.

Muss ich als Selbstverkäufer einen Energieausweis vorlegen?

Ja, das ist gesetzlich vorgeschrieben - unabhängig davon, ob du einen Makler hast oder nicht. Ab 2025 kommt mit dem Wohnraumschutzgesetz zusätzlich ein Zustandsbericht. Du musst also beide Dokumente vorlegen. Das ist kein Nachteil des Selbstverkaufs - das gilt für alle Verkäufer.

Kann ich mit Selbstverkauf die Steuern sparen?

Ja - und zwar erheblich. Wenn du deine Immobilie in den drei Jahren vor dem Verkauf selbst bewohnt hast (auch nur teilweise), ist der Verkauf steuerfrei. Das gilt für Eigennutzer - unabhängig davon, ob du einen Makler hast oder nicht. Dieser Vorteil bleibt bestehen. Aber nur, wenn du ihn kennst und richtig anwendest.

Der Verkauf deiner Immobilie ist kein Verkaufsgespräch - er ist ein Projekt. Und wie jedes Projekt: Du kannst es selbst machen. Oder du lässt es machen. Aber du solltest wissen, was du tust - und was es kostet. Denn am Ende zählt nicht, wer den Vertrag unterschrieben hat. Sondern, wie viel Geld du am Ende im Portemonnaie hast.

19 Kommentare

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    Philipp Cherubim

    Dezember 4, 2025 AT 08:49

    Ich hab meine Wohnung letztes Jahr selbst verkauft – 4 Monate, 320.000 €, und keine Sekunde bereut. Die Fotos hab ich mit meinem Handy gemacht, die Anzeige auf ImmobilienScout24 war kostenlos. Nur die 3D-Tour hat 199 € gekostet. Der Makler hätte 6.000 € gekostet. Wer sagt, dass man dafür mehr Geld bekommt? Lüge.

    Ich hab 12 Besichtigungen gemacht, 3 Angebote abgelehnt, und am Ende hat der Käufer sogar noch gefragt, ob ich die Möbel mitgebe. Das war’s. Kein Makler, kein Stress, kein Geld weg.

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    Dirk Lukeit

    Dezember 6, 2025 AT 03:29

    LOL die Leute die sagen 'Makler braucht man' – die können nicht mal einen Vertrag lesen. Ich hab neulich nen Typen gesehen der 'Eigentumsvorbehalt' als 'Eigentumsvorbehalt' geschrieben hat. 😂

    Und dann will er 5k Provision sparen? Nee, du sparest dir 5k und gibst 12k für nen Anwalt aus, weil du den Vertrag vermurkst hast. #GrammarNazi

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    Frank Vierling

    Dezember 7, 2025 AT 16:32

    Ich find’s krass, wie viele Leute denken, sie können alles selbst. Du bist kein Anwalt, kein Immobilienexperte, kein Marketingprofi. Du bist ein Mensch mit einem Haus. Und du willst das Risiko tragen? Na klar, mach weiter. Aber wenn du dann 10k verlierst, weil du den Energieausweis vergessen hast – dann hör auf zu jammern.

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    Ute Klang

    Dezember 8, 2025 AT 23:32

    Ich hab das gemacht – und ich war total überfordert. Ich hab drei Wochen gebraucht, um rauszufinden, wie man die Grunderwerbsteuer berechnet. Ich hab den Notar dreimal angerufen. Ich hab Tränen in der Nacht geweint, weil ich dachte, ich mach alles falsch.

    Und dann hat der Makler, den ich am Ende genommen hab, den Verkauf in 14 Tagen abgeschlossen. Ich hab 5.500 € Provision gezahlt. Und ich würde es wieder tun. Meine Gesundheit war wichtiger als 5k.

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    Marc-Etienne Burdet

    Dezember 9, 2025 AT 20:17

    Ach ja, die berühmte 2-Silvester-Regel – die einzige Sache, die jeder Makler verschweigt, weil er ja kein Steuerberater ist. Aber du, du, du als Privatmann, du kennst das Gesetz besser als der Staat. Genial. 🙃

    Und dann kommt noch der 'digitalisierte Selbstverkauf' – für 199 €. Also, ich hab mal einen 'Künstler' bezahlt, der mir 'professionelle Fotos' gemacht hat. Die waren so schlecht, dass der erste Interessent gefragt hat: 'Ist das eine Wohnung oder ein Kunstprojekt?'

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    Shane Dolan

    Dezember 9, 2025 AT 22:24

    Hör zu – du hast zwei Optionen: Zeit oder Geld. Wenn du Zeit hast, mach’s selbst. Wenn du Geld hast, nimm den Makler. Aber wenn du weder Zeit noch Geld hast – dann bleib einfach in deiner Wohnung. Und hör auf, andere zu beurteilen.

    Ich hab meinen Bruder überzeugt, selbst zu verkaufen. Er hat 4 Monate gebraucht. Aber er hat 7.000 € gespart. Und er hat gelernt, wie man einen Vertrag liest. Das ist mehr wert als jedes Geld.

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    Felix Gorbulski

    Dezember 11, 2025 AT 04:52

    Es geht nicht um Makler oder Selbstverkauf. Es geht darum, wer du bist. Wenn du dich als Händler siehst – dann verkaufst du. Wenn du dich als Mensch siehst – dann lässt du es machen. Beides ist richtig. Nur nicht, wenn du es für die andere Seite verurteilst.

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    Carsten Langkjær

    Dezember 12, 2025 AT 20:42

    Die Zahlen im Artikel sind korrekt – aber sie ignorieren einen entscheidenden Faktor: Stress. Ich hab meine 300.000 € Wohnung selbst verkauft. Ich hab 180 Stunden investiert. Ich hab 5.200 € gespart. Aber ich hab auch 14 Nächte nicht geschlafen, weil ich Angst hatte, den Vertrag zu vermasseln. Und am Ende hat der Käufer noch gefragt, ob ich die Klimaanlage mitgebe. Ich hab ja gesagt. Weil ich nur noch raus wollte.

    Ich würde es wieder tun. Aber nur, wenn ich nochmal 180 Stunden Zeit hätte. Und keine Angst.

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    Bernd Heufelder

    Dezember 14, 2025 AT 07:12

    Der Artikel ist ein Witz. 5.170 € Einsparung? Falsch. Die Provision ist 3,57 %, aber das ist der Verkäuferanteil. Der Käufer zahlt auch 3,57 %. Also 10.710 € Gesamt. Du sparst 5.370 €, aber du gibst 3.000 € an verpasster Miete aus. Und dann noch 4.000 € für Anwalt, Fotos, Gutachter. Also 1.370 € Einsparung. Und das bei 6,8 Monaten Wartezeit. Und wenn du dann noch den Vertrag vermasselst? Dann bist du pleite. Und der Artikel ist eine Gefahr für die Gesellschaft.

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    Rune Aleksandersen

    Dezember 15, 2025 AT 16:43

    Deutschland. 2025. Wir haben ein Wohnraumschutzgesetz. Aber wir haben keine Ahnung, wie man einen Vertrag schreibt. Wir haben 38 % Selbstverkäufer. Und 90 % davon haben keine Ahnung, was sie tun. Ich hab neulich einen Typen gesehen, der seinen Energieausweis als 'Energie-Rezept' bezeichnet hat. 😭

    Der Makler ist nicht der Feind. Der Feind ist die Dummheit. Und die wächst schneller als die Immobilienpreise.

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    Fabian Garcia

    Dezember 17, 2025 AT 14:08

    Man muss die Gesetze kennen. Man muss die Steuern verstehen. Man muss die Verträge lesen. Wer das nicht kann, sollte nicht verkaufen. Wer das kann, sollte nicht verkaufen – weil er dann weiß, dass es besser ist, einen Profi zu beauftragen. Die meisten Leute machen es, weil sie glauben, sie sind schlauer. Sie sind es nicht.

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    Jannes Bergmann

    Dezember 17, 2025 AT 22:38

    Ich hab meinen Makler gefragt: 'Warum soll ich dich bezahlen?'
    Er hat gesagt: 'Weil du sonst 3 Jahre brauchst und 10k verlierst.'
    Ich hab gesagt: 'Aber ich hab Zeit.'
    Er hat gesagt: 'Und du hast keine Ahnung.'
    Ich hab gesagt: 'Ich hab YouTube.'
    Er hat gesagt: 'Dann verkauf doch.'
    Ich hab verkauft. 8 Monate. 380.000 €. Und 12k an Anwalt, Fotos, Gutachter.
    Jetzt bin ich pleite. Und ich hab 200 Stunden verloren.
    Der Makler hat recht. 🤡

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    Patrick Mortara

    Dezember 19, 2025 AT 03:45

    Die 2-Silvester-Regel ist kein Vorteil. Sie ist ein Gesetz. Jeder, der sie nicht kennt, hat kein Recht, über Makler zu urteilen. Wer nicht weiß, dass er steuerfrei verkaufen kann, sollte nicht mal überlegen, selbst zu verkaufen. Punkt.

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    Walter Mann

    Dezember 19, 2025 AT 15:14

    Die Studien sind fehlerhaft. Die Daten sind selektiv. Die Berechnungen ignorieren die Opportunitätskosten von Zeit und psychischer Belastung. Der Autor suggeriert, dass Selbstverkauf ein rationaler Entscheid ist. Er ist es nicht. Er ist ein Risiko, das nur diejenigen eingehen sollten, die keine andere Wahl haben.

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    Tobias Schmidt

    Dezember 20, 2025 AT 02:20

    Wir leben in einer Welt, in der jeder ein Experte sein will. Aber keiner will lernen. Keiner will warten. Keiner will verantworten. Deshalb verkaufen wir unsere Häuser wie Eier im Supermarkt. Und dann wundern wir uns, warum alles schiefgeht. Der Makler ist kein Betrüger. Er ist der letzte Mensch, der noch Verantwortung trägt.

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    Per Olav Breivang

    Dezember 21, 2025 AT 13:00

    Ich hab in Norwegen gewohnt. Da macht man das alles selbst. Kein Makler. Keine Angst. Nur Verträge, Fotos, und ein bisschen Glück. In Deutschland ist alles so kompliziert. Aber vielleicht ist das ja gut. Vielleicht brauchen wir die Makler, weil wir sonst alles vermasseln. 😅

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    Conor Gallagher

    Dezember 22, 2025 AT 21:48

    Ich bin Ire, lebe aber seit 12 Jahren in Deutschland, und ich muss sagen: Dieser Artikel ist eines der klarsten, präzisesten, und zugleich menschlichsten Texte, die ich je über Immobilienverkauf gelesen habe. Du hast nicht nur Zahlen gegeben – du hast die Seele des Prozesses beschrieben. Die Zeit, die Angst, die Verantwortung, die kleinen Fehler, die großen Einsparungen – das ist kein Ratgeber. Das ist eine Lebenserfahrung.

    Und ich sage dir: Wer denkt, er könne das alles ohne Hilfe meistern, der unterschätzt die Komplexität. Aber wer denkt, er brauche einen Makler, weil er faul ist – der unterschätzt seine eigene Kraft. Die Wahrheit liegt zwischen beiden. Und du hast sie gefunden.

    Vielen Dank für diesen Text. Er hat mir Mut gemacht. Nicht nur zum Verkaufen. Sondern zum Denken.

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    Christian Bikar

    Dezember 23, 2025 AT 05:26

    Wer ohne Makler verkauft, ist ein echter Deutscher. Wer mit Makler verkauft, ist ein Feigling. Wir haben in Deutschland immer alles selbst gemacht. Wir haben den Wiederaufbau geschafft. Wir haben die Wirtschaft aufgebaut. Und jetzt sollen wir uns von einem Makler abhängig machen? Nein. Wir sind stärker. Wir sind selbstbewusster. Wir sind DEUTSCH.

    Und wer das nicht versteht – der soll nach Österreich ziehen. Da braucht man einen Makler. Hier nicht.

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    Christian Bikar

    Dezember 24, 2025 AT 20:50

    Ich hab deinen Kommentar gelesen, Conor. Und ich muss sagen: Du hast recht. Aber du bist kein Deutscher. Du bist ein Ausländer mit einem akzentfreien Deutsch. Du weißt nicht, wie schwer es ist, hier etwas selbst zu machen. Wir haben nicht nur Zahlen. Wir haben Tradition. Wir haben Stolz. Und wir haben die Kraft, es selbst zu schaffen.

    Der Makler ist eine Ausnahme. Nicht die Regel.

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