Nachkalkulation: Wie Sie Baukosten richtig nachträglich berechnen und Überraschungen vermeiden
Bei einer Nachkalkulation, die nachträgliche Prüfung und Abstimmung aller tatsächlich angefallenen Kosten eines Bau- oder Sanierungsprojekts. Auch bekannt als Abrechnung nach Bauende, ist sie der entscheidende Schritt, um zu wissen, ob Sie wirklich Geld gespart haben – oder ob die Rechnung doch höher ausfällt als erwartet. Viele Eigenheimbesitzer denken, dass ein fester Bauvertrag sie vor Überraschungen schützt. Doch das stimmt nicht immer. Wer seine Nachkalkulation ignoriert, läuft Gefahr, Fördermittel zu verlieren, Nebenkosten falsch umzulegen oder sogar eine teure Nachzahlung an den Handwerker zu leisten.
Die Kostenüberschreitung, der Unterschied zwischen geplanten und tatsächlichen Ausgaben ist in Deutschland die Regel, nicht die Ausnahme. Eine Studie des Bundesverbandes der Deutschen Bauindustrie zeigt: Fast jeder zweite Sanierungsauftrag übersteigt das Budget um mehr als 15 %. Warum? Weil Schadstoffe wie Asbest auftauchen, die Planung unrealistisch war oder Handwerker unbeabsichtigt zusätzliche Arbeiten leisten. Eine sorgfältige Baurechnung, die alle Rechnungen, Lieferscheine und Leistungsverzeichnisse systematisch sammelt und prüft verhindert das. Sie klärt: Was war im Angebot? Was wurde tatsächlich gemacht? Und was dürfen Sie von der Förderstelle erstatten?
Es geht nicht darum, jeden Cent zu zählen – sondern darum, die richtigen Fragen zu stellen. Hat der Installateur wirklich die gesamte Lüftungsanlage erneuert, oder nur die Ventilatoren gewechselt? Wurde die Dampfbremse nach DIN 18040 eingebaut, oder nur grob hingeklebt? Wer seine Nachkalkulation ernst nimmt, entdeckt oft, dass er mehr Fördermittel bekommt als angenommen – oder dass ein Handwerker zu viel verrechnet hat. Die meisten Menschen vergessen, dass Fördermittel wie KfW oder BAFA nur auf nachgewiesene Kosten zahlen. Ohne Nachkalkulation verfallen diese Zuschüsse.
Und was ist mit Nebenkosten? Wer eine Dachsanierung macht, muss nicht nur die Ziegel, sondern auch die Baustellenabfallbeseitigung, den Baugenehmigungsantrag und eventuell die Statikprüfung bezahlen. Diese Posten tauchen oft nicht im Hauptangebot auf – aber sie zählen bei der Förderung mit. Eine saubere Nachkalkulation zeigt genau, was wirklich dazugehört. Sie schützt Sie vor falschen Abrechnungen, hilft bei Streitigkeiten mit Handwerkern und macht Ihre Immobilie im Wertgutachten transparenter.
Die folgenden Artikel zeigen Ihnen, wie Sie das alles in der Praxis machen – ohne Buchhaltungsexpertise. Von der Checkliste für die erste Rechnungsprüfung bis hin zu konkreten Beispielen, wie andere Hausbesitzer mit Schadstoffen, Lüftungsanlagen oder Fördermittelverrechnung umgegangen sind. Hier finden Sie keine Theorie – nur echte Erfahrungen, die Ihnen helfen, Ihre nächste Sanierung richtig abzuschließen.
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