Holzfenster pflegen: So bleiben sie jahrelang schön und dicht

Ein Holzfenster, ein Fenster aus massivem Holz, das Wärme, Optik und Langlebigkeit vereint. Auch bekannt als Holzfenster mit Echtholzprofilen, ist es ein klassisches Element in jedem Zuhause – aber nur, wenn du es richtig pflegst. Viele denken, Holzfenster sind pflegeintensiv – doch das stimmt nur, wenn du sie vernachlässigst. Richtig behandelt, halten sie 40, 50 Jahre oder länger. Die Schlüssel? Regelmäßige Reinigung, gezielte Lasur und rechtzeitige Reparatur – nicht jedes Jahr, aber mindestens alle zwei bis drei Jahre.

Was viele nicht wissen: Der größte Feind von Holzfenstern ist nicht die Sonne, sondern Feuchtigkeit, die in das Holz eindringt und zu Fäulnis, Schimmel oder Quellen führt. Das passiert oft an den unteren Kanten, an den Dichtungen oder wo Regenwasser entlangläuft. Ein leichter Riss in der Lasur, ein verstopfter Abflusskanal – schon beginnt der Prozess. Und wenn du das über Jahre ignorierst, wird es teuer. Eine neue Fensterbank kostet weniger als ein komplett ausgetauschtes Fenster.

Du brauchst keine Spezialwerkzeuge. Ein weicher Schwamm, ein Eimer mit lauwarmem Wasser, ein Pinsel und eine hochwertige Holzlasur reichen aus. Reinige die Fenster mindestens zweimal im Jahr – im Frühjahr und im Herbst. Entferne Staub, Vogelkot und Schmutz, bevor er ins Holz eindringt. Achte besonders auf die Fugen zwischen Glas und Rahmen – dort sammelt sich Schmutz, der die Dichtungen angreift. Wenn du eine raue Stelle findest, schleifle sie sanft mit feinem Sandpapier. Danach trägst du die Lasur gleichmäßig auf. Kein Überstrich, kein Tropfen. Einfach, aber entscheidend. Die richtige Lasur ist wasserabweisend, atmungsaktiv und UV-beständig – kein Öl, kein Lack. Holz muss atmen, sonst stirbt es.

Und was ist mit Holzfenster-Dichtungen, die aus Gummi oder EPDM bestehen und dafür sorgen, dass kein Luftzug oder Regen eindringt? Die prüfst du jedes Jahr. Drücke sie mit dem Finger – wenn sie sich nicht mehr zurückdrückt, ist sie hart und brüchig. Dann ersetzt du sie. Das dauert 20 Minuten pro Fenster und kostet unter 20 Euro. Ein kleiner Aufwand für große Wirkung: Weniger Heizkosten, kein Schimmel an den Wänden, keine Zugluft im Winter.

Holzfenster pflegen ist keine Hexerei. Es ist Routine – wie Zähneputzen, nur für dein Zuhause. Und es lohnt sich. Ein gepflegtes Holzfenster sieht besser aus, hält länger und schützt dich vor teuren Überraschungen. Du musst nicht alles selbst machen. Aber du musst wissen, wann du handeln musst. Die Zeichen sind klar: Farbe blättert, Holz quillt, Dichtungen sind steif. Dann kommt der Moment, in dem du entscheidest: Jetzt oder später? Später wird teurer.

In den folgenden Artikeln findest du Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Produkttipps und Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest – von der richtigen Lasur bis zur Reparatur von Rissen. Alles, was du brauchst, um deine Holzfenster jahrzehntelang zu schützen – ohne teure Profis, ohne unnötigen Aufwand.

Holzfenster pflegen: Lasur oder Lack? Die richtige Wartung und Intervalle

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