Asbest: Was Sie über Gefahr, Sanierung und Gesetze wissen müssen
Wenn Sie in einem Haus bauen, sanieren oder renovieren, das vor 1990 errichtet wurde, könnten Sie auf Asbest, ein giftiges Mineral, das früher in Bauprodukten verbreitet war, weil es feuerfest und langlebig ist. Auch bekannt als Amiant, wurde es in Dachplatten, Bodenbelägen, Isolierungen und sogar in Fensterdichtungen verbaut – und bleibt heute eine der größten Baustellen-Gefahren. Es ist nicht die Anwesenheit von Asbest, die gefährlich ist, sondern das Einatmen von Fasern, wenn das Material beschädigt oder zerstört wird. Und das passiert viel öfter, als viele denken – beim Bohren, Schleifen oder Abriss von alten Wänden oder Decken.
Das Problem: Viele wissen nicht, wo Asbest steckt. Es ist nicht immer sichtbar. In Dachrinnen, Heizungsrohren, Kaminen, Wandverkleidungen oder sogar in alten Kleberesten von Fliesen. Wer in einem Altbau wohnt, sollte vor jeder größeren Renovierung prüfen, ob Asbest enthalten ist. Eine professionelle Untersuchung kostet ein paar hundert Euro – aber ein falscher Schnitt kann Tausende an Sanierungskosten und gesundheitliche Risiken nach sich ziehen. Wer Asbest selbst entfernt, handelt nicht nur fahrlässig, sondern gegen das Altlastenrecht, ein deutsches und österreichisches Gesetz, das die Entsorgung gefährlicher Baustoffe regelt. Und die Strafen sind hoch. Selbst wenn kein Gesetz verletzt wird: Die Versicherung zahlt bei Schäden durch unsachgemäße Asbestentfernung nicht.
Was tun? Erstens: Nicht selbst anfassen. Zweitens: Einen zertifizierten Fachbetrieb beauftragen. Drittens: Den Sanierungsverlauf dokumentieren – mit Protokoll, Abfallbescheinigung und Nachweis der sicheren Entsorgung. Das ist nicht nur Pflicht, es schützt auch Sie und Ihre Mieter oder zukünftigen Käufer. In Wien und anderen Städten gibt es spezielle Altlastenkataster, öffentliche Listen, die zeigen, wo früher Asbest verbaut wurde. Diese können Sie kostenlos einsehen. Und wenn Sie ein Haus kaufen: Fragen Sie nach dem Asbest-Check. Ein Verkäufer, der das nicht vorlegen kann, hat etwas zu verbergen.
Die guten Nachrichten: Asbest ist heute verboten. Und wenn es richtig entfernt wird, ist das Haus danach sicher – und oft sogar wertvoller. Die meisten der hier verlinkten Artikel behandeln genau solche Themen: Wie Sie Schadstoffe erkennen, wie Sie Sanierungen planen und wie Sie sich vor teuren Fehlern schützen. Von Dampfbremse bis Bodenbelag im Keller – es geht immer um das, was hinter den Wänden steckt. Und manchmal ist das, was unsichtbar ist, das Wichtigste.
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